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150 Jahre de Bijenkorf Ikonen der Modegeschichte

Geschrieben von

Anita, Content Creator Damenmode

Was haben Minirock, Korsett, Overall, Pullover und Jeans gemeinsam? All diese Kleidungsstücke waren zu ihrer Zeit umstritten und sind heute Ikonen der Modegeschichte. Lassen Sie sich von zwölf dieser Trends heute aufs Neue inspirieren.

BELLE ÉPOQUE

In der Zeit von 1870 bis 1910 war das Bijenkorf noch ein kleines Geschäft, das Möbel und Stoffe auf dem Nieuwendijk in Amsterdam verkaufte. Damals gab es noch keine Konfektionsbekleidung, und beengte Körper mit weiten, bodenlangen Reifröcken waren tonangebend. Ein Korsett bildete die unsichtbare, aber unverzichtbare Grundlage für diese Mode. Inzwischen ist das Korsett zur Oberbekleidung avanciert. Denn mal ehrlich: Diese Unterwäsche ist doch zu schön, um sie zu verstecken, oder?

Roaring 20's

In den wilden 1920er Jahren befreit sich die Mode von den unbequemen Korsetts, und die Frauen erhielten mehr Bewegungsfreiheit, sowohl im wörtlichen als auch im übertragenen Sinne. Die Haare werden massenhaft abgeschnitten, die Röcke werden kürzer und das Dekolleté vorne und hinten tiefer. In den Niederlanden entwickelt sich die Damenmode langsam, aber Blitzmuster, die es den Kundinnen ermöglichten, ihre Kleidung zu Hause selbst herzustellen - natürlich mit Stoffen aus dem Kaufhaus de Bijenkorf - sind äußerst beliebt.

Die 30er-Jahre

In den Krisenzeiten der 1930er Jahre verändert sich die Silhouette rasch. Zum ersten Mal gibt es auch einen Overall für Frauen, der auf dem von Fallschirmjägern getragenen Overall basiert. Heute ist dieser Einteiler immer noch eine bequeme, einfache und zugleich stilvolle Wahl für fast jede Gelegenheit.

Upcycling in Krisenzeiten

In den 1940er Jahren hat die Rationierung von Stoffen einen großen Einfluss auf die Mode: Alte Kleider werden zu Kinderbekleidung umgenäht, und aus Herrenkleidung werden Damenjacken hergestellt. Die Kleidung ist nüchtern, funktionell und auf Langlebigkeit ausgelegt.

Die Fünfziger

Die Fünfziger waren die Jahre des Wiederaufschwungs, symbolisiert durch den weiten A-Linien-Rock mit Petticoat und Akzenten an Taille und Brust. Auch der superweibliche Bleistiftrock war beliebt. In dieser ausgelassenen Zeit wurden die Stoffe farbenfroher und fröhlicher.

Swinging sixties

Wer an die 1960er denkt, denkt man an Brigitte Bardot, die Kennedy's und die Beatles. Sie haben einen enormen Einfluss auf die Kultur und das gesellschaftliche Leben. Der erste Minirock und die kurze, asymmetrische Frisur sorgen für einen Eklat. Die Zeit, in der Erwachsene oder Designer uns diktierten, wie wir aussehen sollten, ist vorbei. Denn die Jugend entscheidet.

Zeitalter der Hippies

Hotpants und Minirock werden noch kürzer, aber auch das Maxikleid ist hip. Die Hosenbeine können nicht breit genug für Männer und Frauen sein, insbesondere in Kombination mit Plateauabsätzen.

Die 80er

In den 1980er-Jahren haben CNN, MTV und das Internet unsere Welt um einiges größer gemacht. Künstler wie Madonna, Whitney Houston und Prince zeichnen sich durch ihren Stil aus, und die Fernsehserien Dynasty, Charlie's Angels und Miami Vice sind für viele eine Quelle der Inspiration. In diesen Jahren sind die Stile sehr vielfältig: von Madonnas provokanten Outfits bis hin zu Power-Anzügen mit Schulterpolstern und dem Gold-, Silber-, Glitzer- und Neon-Look des Disco-Looks. De Bijenkorf stellt zu diesem Zeitpunkt den Verkauf von Lebensmitteln, Fernsehern, Radios und Werkzeugen ein und avanciert zu einer festen Adresse für Modetrendsetter in den Niederlanden. Zudem startet de Bijenkorf mit der de Bijenkorf Home Collection (BHC) erfolgreich das Private label Business, dass Trends erschwinglich macht.

Subkulturen

Die neunziger Jahre sind die Jahre der Extreme und Widersprüche. Den nüchternen Entwürfen japanischer Designer wie Comme des Garçons stehen die fast hysterischen Kollektionen von Versace und seine Shows mit den Supermodels Naomi Campbell, Linda Evangelista und Cindy Crawford gegenüber. Auch in der Musik können die Widersprüche kaum größer sein: Im krassen Kontrast zum Grunge von Bands wie Nirvana entsteht die blinkende Popkultur von Britney Spears. Prologue, Scenario, Green Hills, Julien le Roy, de Bijenkorf hatte in den neunziger Jahren für jedes Alter und jeden Stil eine eigene Marke. Mehr als die Hälfte des Sortiments bestand aus Eigenmarken.

Revival

In den 2000er Jahren kam alles, was wir zuvor in der einen oder anderen Form gesehen hatten, zurück. Eine bunte und eklektische Mischung verschiedener Einflüsse, in der die Trennung zwischen formeller und informeller Kleidung verschwunden ist. Einige der Modesünden: weiße Dreiviertel-Leggings, (sehr) niedrige Taillen, die den Blick auf den Hintern nicht nur beim Bücken freigaben, lange Schnürstiefel und nicht zu vergessen Bauchfrei-Tops.

Mode im Zeitalter von Social Media

Das letzte Jahrzehnt war zweifellos die Ära der sozialen Netzwerke. Influencer teilen ihr Leben und inspirieren ihre Anhänger auf Instagram und vorzugsweise auf einigen anderen sozialen Plattformen und führen nicht selten in eine Scheinwelt.

In Sachen Mode rauschen Revivals von Hipster zu Athleisure, von Unisex zu Punk, vom luxuriösen cleanen Brunello Cuccinelli-Style bis zum Bling-Bling-Gucci-Look. "Hässliche" Accessoires wie die dad Sneakers, die Bauchtasche und übergroße Nerd-Brillen werden als Fashion Statement gefeiert. Ebenfalls zurück: die Mom Jeans.

DIE NEUEN ROARING TWENTIES

Während der großen Modewoche waren fast alle Influencer in einem Power-Anzug in einer auffälligen Farbe gekleidet. Trends entstehen nicht mehr im Designstudio; die Straße ist der neue Laufsteg. Nachhaltigkeit macht Mode individueller: Durch Vintage-Looks und den eigenen kreativen Umgang mit Mode-Items kann jeder seinen eigenen, einzigartigen Stil kreieren. Und mit dem Trend zu Unisex-Kollektionen ist die Trennung zwischen Damen- und Herrenmode aufgehoben.

Feiern Sie mit uns 150 Jahre de Bijenkorf

Lassen Sie sich von unserer besonderen Geschichte inspirieren